Environmental Humanities - Ein Rückblick auf eine Dekade der Pionierarbeit

Show notes

Caroline Wiedmer ist Professorin für Vergleichende Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaften an der Franklin in Lugano und promovierte an der Princeton University. Sie ist Autorin und (Mit-)Herausgeberin zahlreicher Bücher und Artikel, die sich mit Fragen der Schnittstellen von Recht, Erzählung und Kultur, des kulturellen Austauschs sowie verschiedener Formen der Nachhaltigkeit befassen. https://www.linkedin.com/in/caroline-wiedmer-138b01a/ https://www.fus.edu/academics/faculty/304-caroline-wiedmer

Christoph Kueffer ist Professor für Siedlungsökologie an der OST – Fachhochschule Ostschweiz und wissenschaftlicher Mitarbeiter (Privatdozent) an der ETH Zürich. Er studierte Umweltwissenschaften an der ETH Zürich und promovierte dort in Pflanzenökologie. https://www.linkedin.com/in/christoph-kueffer-3915aa3b/

Gemeinsam waren sie viele Jahre tätig in der saguf-Arbeitsgruppe Environmental Humanities und haben das Center for Environmental Justice and Sustainable Futures (CJSF) aufgebaut.

Website Environmental Humanities Schweiz: www.eh-ch.ch

Die Moderation des Gesprächs wurde durch Anne-Käthi Leuenberger, Geschäftsführerin der saguf, übernommen. Mehr zur saguf erfahren: www.saguf.ch

Show transcript

00:00:01: Insights Sustainability Interfaces.

00:00:04: Dies ist ein Podcast der Schweizerischen Akademischen Gesellschaft für Umwelt, Forschung und Ökologie SAGUF.

00:00:11: Wir bieten Insides- und inter- und transdisziplinäre Perspektiven auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung.

00:00:23: In der heutigen Folge beleuchten wir ein Feld, welches die SAGUF während den letzten zehn Jahren aktiv mitprägen durfte.

00:00:31: Wir sprechen über Environmental Humanities also die Verknüpfung von Umweltthemen im Kontext sozialer, kultureller politischer und ethischer Fragestellungen.

00:00:42: Mein Name ist Anne-Käthi Leuenberger.

00:00:45: ich bin die Geschäftsführerin der SAGUF und agiere in heutigen Gespräch als Moderatorin.

00:00:51: Meine Gäste für das Gespräch sind Professor Dr.

00:00:54: Caroline Wiedmer und Prof.

00:00:56: Dr.

00:00:56: Christoph Küffer.

00:00:58: Caroline Wiedmer ist Professorin für Vergleichende Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaften an der Franklin in Lugano.

00:01:07: Sie promovierte an der Princeton University.

00:01:11: Zudem ist die Autorin- und Mitterausgeberin zahlreiche Bücher und Artikel, die sich mit Fragen der Schnittstellen von Recht, Erzählung und Kultur des kulturellen Austausches sowie verschiedener Formen der Nachartigkeit befassen.

00:01:27: Christoph Küffer ist Professor für Siedlungsökologie an der Ostfachhochschule Ostschweiz.

00:01:33: Zudem ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent an der ETH Zürich, er studierte Umweltwissenschaften an der Eth und promoviert dort in Pflanzenökologie.

00:01:45: Gemeinsam waren die beiden viele Jahre tätig in der Saguf-Arbeitsgruppe Environmental Humanities und haben das Center for Environmental Justice and Sustainable Futures aufgebaut.

00:02:03: Herzlich willkommen Caroline und Christoph in der heutigen Podcastfolge!

00:02:09: Wir haben es gehört, heute sprechen wir über Environmental Humanities.

00:02:14: Ihr beide seid ja wirklich Experten

00:02:17: darin kann man sagen, seit über zehn Jahren beschäftigt euch das Thema und vielleicht könnt ihr als erstes gerade die Zuhörenden mitnehmen in das Feld.

00:02:28: Was heißt es überhaupt?

00:02:29: Was bedeutet es?

00:02:31: Und

00:02:32: auch wie ist das entstanden dieses Feld mit Blick auf die Schweiz?

00:02:37: Das Spannende jetzt wenn ich Christoph und Caroline hier bei diesem Podcast zusammensprechen ist, dass ich aus den Naturwissenschaften komme und Caroline kommt aus den Kulturwissenschaft.

00:02:49: Und diese Verbindung dieser zwei akademischen Welten – ich glaube das ist ganz wichtig in den Environmental Humanities und dann wie der Name sagt auf die Umwelt oder heute sagt man vielleicht Nachhaltigkeitsthemen bezogen.

00:03:05: Und dass man das fast ein bisschen noch betonen musste mit dieser Bewegung, mit diesem Feld hat damit zu tun, die Forschung zur Nachhaltigkeit und Umweltthemen ganz stark naturwissenschaftlich geprägt war.

00:03:20: Und die Sozial-, Geistes-Wissenschaften eher so eine untergeordnete Rolle hatten, sie können dann am Schluss kommunizieren was die Naturwissenschaften aus Lösungen oder das Problem identifiziert haben.

00:03:31: Und Schlussendlich geht es bei den Environmental Humanities darum dass man Umweltprobleme als gesellschaftliche Probleme versteht und entsprechend auch Lösungen die ganz stark ab aus dem Kultur, Geistwissenschaften und Sozialwissenschaftens herauskommen entwickelt.

00:03:48: Waren wir sonst zu keiner gesellschaftlichsten Transformation kommen oder die Wissenschaften nicht die Rolle spielen können, die sie einsolten bei einer solchen Transformation?

00:03:57: Caroline hast du da Ergänzungen oder magst du dich an die Anfänge dieses Feldes insbesondere in der Schweiz zurückerinnen?

00:04:07: Ja aber vielleicht sollten wir noch ganz kurz schauen wo es überhaupt begonnen hat.

00:04:12: Diese Einsichten, die Christoph nämlich vorhin genannt haben, sind nicht ganz neu.

00:04:17: Schon in den Sechzig-Jahren mit der Umweltbewegung in den USA und die Büchen wie Silent Spring von Rachel Carson wurde klar, Umweltfragen sind immer auch ethisch Fragen, sind immer noch Fragen der Darstellung und der Sozialmacht.

00:04:32: Aber erst viel später, so ab den Zeitausigerjahren hat sich daraus wirklich ein eigenes etabliertes Feld entwickelt Etta mit der Bündung der UCLA Institute for Environment and Sustainability in ... ... dem Rital Carson Center, for Environment & Society in München in ... und mit dem Environmental Humanities Hub in Canberra um ... Also man sieht die Environmental Humanites entstanden also weder an einem einzigen Ort.

00:05:01: Noch kommen sie aus einem einzigem Disziplin sondern gegen das.

00:05:05: Disziplinen wie Umweltgeschichte, Umwelte... Mordwissenschaft, also Eco-Priorism.

00:05:11: Aber auch Sozial-, Wissenschaftlingebieten wie Geografie, Politik und Ökonomie hervor.

00:05:18: In der Schweiz kam es dann mit etwas Verzögerung an aber die Ausgangsfrage war sehr ähnlich Wie können wir Umweltprobleme besser bestehen wenn nicht nur naturwissenschaftlich denken sondern auch gesellschaftlich und kulturell?

00:05:34: Dieses breite Verständnis war also überall ein bisschen der Ausgangspunkt.

00:05:39: Ich habe in den USA im Vergleichen der Literaturwissenschaft promoviert, in den späten neunzigern Jahren zu einem Zeitpunkt wo es in diesem Fach um grundlegende interdisziplinäre Fragen ging.

00:05:51: Wie entsteht Bedeutung?

00:05:52: Wer erzählt welche Geschichten und meldt mit welchen Folgen?

00:05:56: Und wie hängen Geschichte Kultur Politik macht und wissen eigentlich überhaupt zusammen?

00:06:02: Wie werden Geschichten in unterschiedlichen Wissensgebieten erzählt, recht etwa der Medizin?

00:06:08: Und welchen Einplus haben solche Narrative auf die Entscheidung der Menschen.

00:06:13: Das heißt ich war schon damals ja im Welt unterwegs das bestehende disciplinäre grenzenden Plage gestellt hat.

00:06:21: Deshalb war der Schritt zu den Environmental Humanities ziemlich logisch.

00:06:27: und dann merkt man ziemlich schnell, umwelt ist nicht einfach gegeben sie immer schon kulturell geprägt, durch Narrative, durch Bilder, durch Werte und durch Machtgefälle.

00:06:38: In anderen Worten die Art wie wir über Natur sprechen beeinflusst ganz konkret, wie wir mit dir umgehen.

00:06:46: Da setzen Sie in Marmö'n-Kulchimänen dies an, wie Christoph auch schon eigentlich angemerkt hat.

00:06:51: Sie stellen die unbequeme aber zentrale Fragen, die du eingangs auch gestellt hattest.

00:06:57: Warum handeln wir eigentlich so?

00:06:59: Wie wir handeln!

00:07:01: Obwohl wir schon oft längst wissen, was passiert.

00:07:05: Für mich war das der entscheidende Punkt.

00:07:07: nicht nur mehr Daten sondern die breitere Einwettung für diese Daten nämlich ein anderes Verständnis davon wie Wissen, Kultur und Umwelt zusammenhängen Und ich glaube genau darin liegt die Stärke dieses Weltes Es verschiebt einen Blick und macht sichtbar was sonst unsichtbar bleibt.

00:07:28: Ich war jetzt sehr spannend, dass Caroline ein bisschen erzählt hat wo sie herkommt.

00:07:33: Weil ich aus dem Umwelt-Systemwissenschaften und da gab es diese Interdisziplinarität auch zwischen den Sozial-Natur-Wissenschaften aber immer mit diesem Systemblick man hat analysiert Man hat kausale Zusammenhänge analysiert Und dann war man ganz gut in der Problemanalyse Mit dem Blick von außen so aus der Vogelperspektive.

00:07:55: Aber man war dann nicht gut, um das Handeln zu ermöglichen.

00:07:59: Weil dafür braucht Geiz und Bedeutung, um Ethik, um Macht, um Narrative... Und ich glaube mit den Umweltgeisteswissenschaften will man auch versuchen eine Wissenschaft weiterzuentwickeln die so handeln nicht möglich ist.

00:08:14: Das braucht es ja ganz dringend

00:08:15: heute.

00:08:16: Ja, sehr interessant!

00:08:19: macht damit auch sehr deutlich, dass das für euch wirklich schon lange Zeit eigentlich quasi auch in eurer DNA integriert ist.

00:08:28: Dieses transdisziplinäre Denken diese Aspekte von Environmental Humanities und ich glaube aber Caroline du hast da auch angesprochen oder grundsätzlich das System das zumindest vor über zehn Jahren vorherrste stark Disziplinengrenzen geprägt.

00:08:48: Und wie ist es dann gelungen, auch eben Menschen zu begeistern für dieses Themenfeld?

00:08:54: oder ganz konkret jetzt innerhalb der SAGUF auch eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen, die sich entsprechend auch Menschen angeschlossen haben?

00:09:05: Also ich würde jetzt zuerst mal Christoph das Wort geben weil du warst ja wirklich da ganz am Anfang.

00:09:12: Ich kann zwar bald bin ich aber euch gestoßen, aber vielleicht kannst du die ganz ersten Anfänge ein bisschen

00:09:21: darlegen.

00:09:21: Ich war einfach schon auch bei der Saguf dabei und ich habe die Saguf gekannt und ich glaube die Saguf hat ja eine über fünfzigjährige Geschichte genauso solche Brückenschläge zu ermöglichen.

00:09:32: und ich hab dann eines zu einer Gruppe einen sehr wild zusammengewürfelten Gruppe von Menschen, die in der Schweiz ganz unterschiedlich sich ebenso mit umweltgeisten wissenschaftlichen Klagen beschäftigt hat.

00:09:46: Da konnte ich Sacken sozusagen aus einem Plattform hinzubringen.

00:09:49: So würde ich vielleicht meine Rolle sehen.

00:09:51: und und und Arbeitsgruppe hat einmal mehr gezeigt wie wichtig so Organisationen bis Sack auf sind, die eben das bisschen etwas noch dazugeben damit man ein bisschen mehr Sichtbarkeit tat organisatorische Unterstützung, finanzielle Unterstützung, ein bisschen institutionelles Gewicht.

00:10:11: Aber was dann schlussendlich das Leben, die Kreativität und die Energie in der Arbeitsgruppe ermöglicht hat?

00:10:19: Das waren diese Menschen, die alle so ein bisschen alleine waren auf ganz unterschiedliche Weise.

00:10:27: Plötzlich hat man sich gefunden und war ein bisschen weniger alleine.

00:10:30: Und hat gemerkt, ich bin ja nicht der Einzige oder die einzige, die sich eben auch aus Kunstperspektive neben den Wissenschaften, die wir schon genannt haben mit Umweltthemen beschäftigt in der Schweiz.

00:10:43: Ich glaube dieses Man hat sich gefunden.

00:10:45: das war ganz wichtig als Energie in der Gruppe.

00:10:51: Christoph und ich hatten uns ja ein paar Jahre vorher auch schon kennengelernt.

00:10:54: Und zwar beim Kollege um Helvetikum, das damals unter Helga Novotny noch eine sehr interdisziplinäre Plattform war für solche Menschen wie uns die einander eigentlich gesucht und dann auch gefunden hat.

00:11:09: Also man musste die eine zweite Plattform schaffen.

00:11:12: Ich glaube es hat Saguf dann durch deiner Hilfe, Christoph, wunderbar gemacht.

00:11:18: Aber du hast eigentlich gefragt, wie geht es wenn man so viele unterschiedliche Disziplinen zusammenbringt?

00:11:25: Was passiert dann eigentlich?

00:11:26: Der wichtige Punkt ist dass man das Feld bewusst offen gelassen hat.

00:11:32: Also Christopher hat nicht gesagt ihr könnt kommen aus Literatur und dann vielleicht noch Kunst oder vielleicht noch und so sondern einfach hier sind Fragestellungen wer hat denn größer?

00:11:44: also es gab keine strenge Definitionen oder feste Methoden.

00:11:49: Die Frage, die im Zentrum stand, war wie verstehen wir Umweltprobleme besser wenn wir verschiedene Perspektiven zusammenbringen.

00:11:58: Das hat es vielen einfacher gemacht.

00:12:01: Wir hatten Leute dabei aus Ökologie und Kunst, aus Design, wirklich aus allen verschiedenen Ecken und wir brauchten dazu dann einfach noch ein paar Infrastrukturen.

00:12:14: Wir brauchten Räume natürlich!

00:12:16: in denen so ein Austausch überhaupt stattfinden konnte.

00:12:19: Wir brauchten auch verschiedene Formate, zum Beispiel Workshops, gemeinsame Projekte oder auch experimentelle Formate und es ging dort prinzipiell darum unterschiedliche Denkweisen ins Gespräch zu bringen.

00:12:32: Da ein wichtiger Faktor war die Haltung der Beteiligten.

00:12:36: Viele, die in den Environmental Humanities arbeiten sind sowieso offen für interdisziplinäre Arbeiten – ich denke sonst wären sie gar nicht gekommen nur einmal.

00:12:48: Sehr hilfreich waren vor allem auch die kreativen Formate, zum Beispiel Kunstprojekte, Filme oder Storytelling.

00:12:55: Die funktionieren oft wie eine gemeinsame Sprache, die nicht an einer einzelnen Disziplin gebunden ist.

00:13:03: also so denken wir jetzt außerhalb des Bildenwissenschaftens.

00:13:06: Die Bildinwissenschaften denken da natürlich anders.

00:13:08: sie sagen Wir sind das eigentlich diese spezifische Plattform bieten Aber so komplexe Themen plötzlich für alle zugänglich gemacht werden.

00:13:18: Ja, vielleicht hier Caroline ich möchte gleich noch etwas in die Tiefe auch gehen und du hast diese Experimente oder auch Kunstprojekte angesprochen.

00:13:30: Vielleicht kannst du hier auch ganz konkret noch ein zwei Beispiele auch nennen.

00:13:36: da gab es ja doch einige ja auch nennenswerte Formate In der Zeit der Arbeitsgruppen.

00:13:43: Ja und auch hier möchte ich wieder den Ball Christoph zuschieben, denn er war eigentlich eher beteiligt an diesen kreativen Formaten.

00:13:51: Zusammen hatten wir dann das Global Science Gumm Festival, dass unter Samer Angeloni Schab gefunden und kreiert wurde.

00:13:58: aber vielleicht die Anfänger für diese Kreativität, die lag wirklich bei dir und der anderen Leute, die künstlisch unterwegs waren.

00:14:08: Wir können vielleicht kurz mit diesem Global Science Film Festival beginnen.

00:14:12: Das war wirklich das Projekt von Samer Angelone, es ist einfach ein gutes Projekt um ein bisschen zu zeigen was für Projekte für die Arbeitsgruppe wichtig waren und wie wir gearbeitet haben oder in diesem Fall das war klar nicht in erstlinien ein Projekt der Arbeitsgruppen sondern von einem Mitglied.

00:14:28: aber die Arbeitskruppe hat dann wie zum Teil Synergien schaffen können dass vielleicht durch Arbeitsweise Weil es vieles zusammenbringt, dass typisch ist für alle unsere Projekte.

00:14:41: Zunächst mal bei SAMR sind das immer Projekten, die um Studierende gehen und es sind auch Projekts, wo es um Wissenschaft geht vorn geht und zu einem Anfang Film machen, aber auch Diskussionen über Filme.

00:14:54: Und zwar nicht nur professionelle Filme also man schaut sich filmen an und diskutiert dann sondern auch das studierende Filme machen.

00:15:00: Also dass Rezipieren von neuen Formaten, dass selber neue Formate ausprobieren gemeinsam und gemeinsam das zu diskutieren und eben gemeinsam dann auch Kunst- und Wissenschaft.

00:15:11: Das war so ein etwas typisches bei unseren Projekten Und da gab es dann auch witzige Sachen, also für uns in der Arbeitsgruppe so ein bisschen legendär ist so ein Anthroposin-Slam.

00:15:23: Da hatten wir seinen Slamabend mit auf Musik und er war wirklich so richtig wild und spontan und da hatten wir vom Nobelpreisträger bis zum Studenten alle dabei die vorne auf der Bühne standen und ganz unterschiedliche Beiträge gemacht haben.

00:15:41: Und das ist vielleicht auch so ein bisschen ein schönes Beispiel des Zeugs, wie die Arbeitsgruppe gearbeitet hat.

00:15:47: Sehr spontan!

00:15:48: Ein Abend da ist etwas passiert und das ist in den Köpfen der Beteiligten geblieben und war aber auch etwas Einmaliges.

00:15:58: Da würde ich gerne gleich noch eine Anschlussfrage stellen.

00:16:02: Also diese Reignisse, die sich dann bei den Beteilligten... Einbrennen auch im Kopf, oder?

00:16:09: Eine schöne Erinnerung als Emotion.

00:16:11: Wie gelingt es dann eben auch solche Ereignisse darüber hinaus weiterzutragen und quasi zu institutionalisieren?

00:16:25: Wo gibt es dort Herausforderungen das zu tun?

00:16:30: Ja, ich glaube, Karin kann dann gleich noch ein bisschen mehr zur Personalisierung sagen.

00:16:34: Es kann vielleicht von der SAGUF-Seite sozusagen, weil in der SAGUF ist auch wissenschaftspolitik sehr wichtig und wir haben die SAGUF es mitgeht dass das auch spannend für unsere Arbeitsgruppe sowohl der Akademien der Wissenschaften auf den Naturwissenschaften als auch aus der Geistes- und Sozialwissenschaft der SAGW.

00:16:54: Und wir haben von der SAGB einige Projekte finanziert bekommen um aufzuzeigen, was das Potenzial der Environmental Humanities in der Schweiz sind.

00:17:03: Und wir haben dann auch eine Strategie formuliert dank der finanziellen Unterstützung der SAGW wie man dieses Forschungsbild in die Schweiz führen könnte.

00:17:12: und da ist auch etwas passiert natürlich nicht nur wegen unserer Aage aber inzwischen gibt es mehrere Professuren zum Beispiel die sich Environmental Humanity nennen an Schweizer Universität und da hat sich in den letzten zehn Jahren Seit das Jahr geht wirklich etwas verändert.

00:17:29: Aber ich habe gesagt, Karolin kann vielleicht etwas mehr sagen weil für uns war insbesondere auch wichtig wie können wir die Umweltthemen in den Fakultäten der Geiste Sozialwissenschaften institutionellisieren?

00:17:42: und da kennst du dich ja viel besser aus.

00:17:46: Also zuerst mal würde ich sagen ist es nicht unbedingt überall gelungen?

00:17:51: das Support zu machen, braucht immer wieder auch die Unterstützung der Institutionen selber.

00:17:58: Damit so etwas gelingt – das heißt ganz konkret dass Leute sich für solche Bilder interessieren sich nicht irgendwie auf einen Irrweg in Sachen Karriere.

00:18:11: Das will heißen, dass sie auch eine Unterstützung haben von Betreuenden PhD-Komitees etc.

00:18:20: Und überhaupt auch einen Ausblick vielleicht auf irgendwann eine Position in diesem Gebiet.

00:18:26: und ich denke, wie du sagst es gibt bereits zwei Professoren.

00:18:30: Eine in St.

00:18:31: Gallen, einen in Kribuch.

00:18:33: bei uns wird wahrscheinlich für uns in Franklin-Zwutzhund, in Urna wird das wahrscheinlich einer geben.

00:18:39: In zwei Jahren wird jetzt das angesetzt.

00:18:42: und was da spannend ist... Es ist ja immer sehr politisch.

00:18:47: eben jetzt hat sie mich durchdiskutiert unter den Kollegen und den Professoren, in den verschiedenen Gräben bis Geld überhaupt gesprochen werden ist.

00:18:56: Also in anderen Worten ist es auch etwas was für viele Leute oder das auch die Gesendung ändert so langsam.

00:19:06: Eine Sache, die bei uns auch in der SAGUF  sehr wichtig war, dass es immer generationenübergreifend war.

00:19:15: Wie Christoph eben sagt vom Student bis zum Nobelpreisträger waren da Leute dabei und das hieß dann auch, dass man sich über diese Hierarchien hinweg Die für Leute, die Nachwuchsforschende waren beispielsweise nicht immer einfach sind zu überbrücken.

00:19:35: Dass es für sie dann auch einen Weg gab und dass dann auch Leute, der etwas macht hatten, sahen wie wichtig diese Mobilität nach oben ist.

00:19:48: Also mit der Institutionalisierung kam zuerst einmal mehr Sichtbarkeit, mehr Sichtbare der Nachwuchsporschenden aber auch mehr Sichtbaarkeit auf auf das System Akademie, hier in der Schweiz und auch in anderen Ländern natürlich.

00:20:03: Also wie funktioniert es genau?

00:20:06: Wer kann Karriere machen und wer nicht?

00:20:08: und wo sind die Schnittstellen?

00:20:11: Und als es so langsam passiert ist... Programme gab es gab nicht nur Professoren, sondern auch Leute die sich Hierarchie übergreifend quasi für das gleiche Ding interessierten.

00:20:25: Es wurde klar, dass ist nicht nur eine lose Initiative, sondern ein ernstzunehmendes Borschungsfeld.

00:20:31: Man hat dann in der Schweiz glaube ich in den letzten zehn Jahren auch vermehrt dann der Rezeption von Environmental Humanities Initiativen angefangen.

00:20:41: Das war als ich zuerst... Ich bin Schweizerin aber dann in den USA studiert, war fünfzehn Jahre weg.

00:20:46: Und als ich zurückkam in den frühen Zeit zweitausend Jahre, war es so dass es zu dem Zeitpunkt wirklich noch nicht ganz klar war die man sich wieder einfügen konnte.

00:20:59: ja jetzt inzwischen glaube ich gibt es ziemlich viele Brücken die von verschiedenen Institutionen System eingesetzt wurden.

00:21:06: der SNS ist natürlich ein wichtiges Organ in dieser Hinsicht das man nämlich zurückkommen kann irgendwie.

00:21:12: Das hat auf jeden Fall geholfen, neue Leute anzuziehen.

00:21:15: Also Leute auch wieder zurück zu ziehen in die Schweiz, die das schon in anderen Institutionen erlebt hatten, sei dies in München beispielsweise beim Rachel Carson Center oder irgendwie.

00:21:28: die skandinavischen Ländern sind da auch ziemlich progressiv und das hat geholten, neue Leuten anzuziehen, Kooperation auszubauen.

00:21:36: Ja, gleichzeitig sind Strukturen entstanden.

00:21:38: Es gab Studienprogramme, Konferenzen, Publikationen und Forschungszentren.

00:21:44: das Feld wurde im international aber dann auch in der Schweiz stabiler und greibbarer.

00:21:51: Ein großer Vorteil einer Institutionalisierung wenn so eine Professur entsteht ist natürlich auch mehr die Lösursen.

00:21:58: Projekte können längstfristig geplant werden es gibt mehr Kontinuität Aber es gibt es, und das ist ein richtiges Erstehen auf Spannungen.

00:22:07: Denn was am Anfang sehr stark war, war diese Offenheit und Experimentierbräude.

00:22:12: Man konnte Dinge ausprobieren – neue Formate testen, Formate wie diejenigen, die Christoph eben genannt hat.

00:22:22: Und genau das wird schwieriger sobald Strukturen fester werden!

00:22:26: Das Feld bewegt sich also in einem Spannungsfeld.

00:22:29: Als Dreienseiter braucht es eine Institution damit er jetzt als Gleit und Wirkung hat.

00:22:34: Aus der anderen Seite lebt es von Offenheit und Flexibilität.

00:22:39: Unsere Herausforderung hier in der Schweiz und überall ist, beides gleichzeitig zu halten!

00:22:46: Ja, vielleicht da auch gleich eine Anschlussfrage.

00:22:49: Also siehst du Möglichkeiten wie das gelingen kann oder Ansätze die das eigentlich begünstigen diese Zweiteiligkeit also dieses Spielwüser einerseits nicht zu verlieren und andererseits doch eine Institutionalisierung hinzukriegen, die dann auch mit den entsprechenden Mitteln und Zinnbarkeit verbunden

00:23:11: ist?

00:23:14: zu einer Zeit, wo überall gekürzt wird.

00:23:18: Wo zum Beispiel eines der Länder, wo große Impulse herkommen im Moment gerade nicht ganz viel Environmental Dementis liegt und es ist ich glaube ein heiklerer Moment überhaupt für die Wissenschaft und überhaupt für den Geisteswissenschaften.

00:23:36: aber es ist natürlich wichtig um beides zu halten wenn man konkrete Programme entwirft in denen genau diese beiden Polen irgendwie dran sein müssen, damit man in den Programmen auch Erfolg haben kann.

00:23:53: Es gibt zum Beispiel Studiengänge wie wir hatten und Christoph Duhnich haben es zusammengemacht auf zu einem gewissen Zeit.

00:24:00: Wir haben einen Social Justice and Sustainability Programme.

00:24:04: das war auf der Bachelor Ebene aufgebaut in zweizig fünfzehn Und das war eigentlich auch zur gleichen Zeit, als an der Uni Basel Nachhaltigkeit auch aufgebaut wurde.

00:24:18: Wo gezeigt wurde dass man wenn man natürlich die Unterstützung einer Institution hat überhaupt solche Programme aufzustellen dann nehmen das Studentenständchen als Signale.

00:24:31: Als Signale dass sie da Irgendwie einen Sicht für sich selbst, einen Pfad fahren können.

00:24:37: Also was man machen muss um diese, genau diese Spannung wirklich zu behalten ist diese Pfade weiterzuführen also in einem Mastern, im PHD.

00:24:47: bislang gibt es noch keine PHD-Programme hier zum Beispiel in Environmental Humanities oder in Nachhaltigkeitsforschungen.

00:24:55: Aber um hier noch weiterzugehen oder euch beidem Ja, die Lehre auch ein großes Anliegen.

00:25:01: Und du hast das jetzt auch damit angeturnt.

00:25:03: oder Karolin mit diesen Programmen, die da entstanden sind in der Lehre und wie schafft man es konkret?

00:25:11: Oder vielleicht habt ihr auch Best Practice Beispiele um diese Perspektivenvielfalt wirklich... Lehre auch zu etablieren, eben Nachhaltigkeit ist ein breites Feld.

00:25:23: Und wie kann man diese Vielfalt an Perspektiven dann auch in der Lehre gerecht werden?

00:25:29: effektiv?

00:25:34: In Lugano ist es, dass da diese Liberal-Arzt Tradition gibt.

00:25:40: Aus einem allnahrsächsischen Raum kommt eine Interdisziplinität und auch eine Transdisziplinität, also Geraxisorientierung in den Kultur-, Geisteswissenschaften gibt wie wir das jetzt in der Schweiz kaum kennen.

00:25:55: Und das ist aus zwei Laien sich spannend weil ich glaube, dass man Formate findet die irgendwie funktionieren zumindest mit Studierenden, die viel Offenheit mitbringen.

00:26:04: Das ist gar nicht die große Herausforderung, sondern wie bringt man das auf der wissenschaftlichen und analytischen Seite zusammen?

00:26:13: Wie bringt man es dann auch an der Schnittstelle zur Praxis zusammen?

00:26:17: Was sind Konzepte, die das Ganze zusammen?

00:26:20: Und was sind Berufsfelder für die man ausbildet.

00:26:23: Ich glaube, das sind große Fragen, die wir haben.

00:26:26: Für wen bildet man in der Schweiz so Berufe, die jetzt im Stärke gesellschaftlich orientiert sind zu Nachhaltigkeit Umwelt aus, weil im Moment ist Umweltjob heißt man macht irgendwelche Analysen mit Daten und zeigt auf wo wie viel Pestizidin worden ist oder wie sich das Klima verändert.

00:26:46: Und es ist aber schwierige Jobs zu finden die eben die Aufgabe haben Veränderung zur möglichen.

00:26:53: Aufgrund eben seiner Liberal Arts Ausbildung und beim Zusammenbringen da war eben in den Naturwissenschaftlich orientierten Umweltnachhaltigkeitswissenschaften war immer der Systembegriff, das Zentrale.

00:27:07: Und dieses Systembegriff kann auch sehr problematisch sein.

00:27:10: Man meint da eben ein Systemdenken ist integratives Denken dabei, Systemdenkern kann auch stark einschränkendes Denken sein.

00:27:19: und ich glaube das ist doch eine spannende Frage für den Moment wie man sieht was sind so übergeordnete Konzepte die dann auch wieder ganz unterschiedliche Perspektiven auch ein bisschen zusammenbringen?

00:27:29: Und ein Beispiel, das noch einmal nennen kann, weil es ja auch immer wieder diskutiert wird ist das Konzept der Umweltgerechtigkeit oder Klimagerechtigkeit.

00:27:38: Dass man bei Umwelthemen immer auch ganz stark an die Frage der Gerechtigkeit denken muss wer profitiert, wer benachteiligt?

00:27:47: wie werden diese Nachteile ausgeglichen und wie geht man eben mit solchen sozialen Fragen?

00:27:54: Gut!

00:27:54: Ja Es ist ja so, dass jetzt die Sack-auf-Arbeitgruppe, die wir im Gespräch auch schon mehrfach erwähnt haben per Ende letzten Jahres zu einem Ende gekommen ist in ihrer Arbeit als Arbeitsgruppe.

00:28:09: und deshalb die Frage an dich Caroline.

00:28:12: Wie geht es aus deiner Sicht nun weiter mit dem Feld oder wo engagierst du dich ganz persönlich in diesem Feld weiter?

00:28:22: Also ich interessiere mich sehr, für Migrationsfragen.

00:28:26: Ich arbeite schon länger zu fragen von Klimamigration beispielsweise solche Sachen.

00:28:32: Ich denke wie Christoph sagt sobald man soziale Gerechtigkeit environmental justice also in den Mittelpunkt stellt dann eröffnen sich wirklich wieder neue Werte Zukunfts und so weiterfragen.

00:28:50: Fragen, die genau zwar auch von dem System denken auskommen, aber wo andere Systeme quasi in den Blick rücken.

00:28:59: Und das ist für mich ein spannender Weg nach vorne.

00:29:04: vor allem in der Forschung, aber ich denke auch in der Lehre.

00:29:08: Also ich leere oft über zu Migrationsfragen und Leute fragen mich dann ja ob du bist die Literaturwissenschaftlerin?

00:29:15: Und da muss sich das Ganze wieder aufnehmen, dass halt Literatur auch ganz andere Fragen noch in den Mitteln ins Welt führen kann als nur irgendwie Fragen, die sich um zum Beispiel äthetik drehen oder so.

00:29:29: Das sind doch Fragen, wie oft die Leute oft erwarten von mir Aber genau und ganz konkret wie es weitergehen kann, weil sich nicht.

00:29:37: Ich denke es gibt verschiedene Subfeldern in den Environmental Humanities die im Moment wahnsinnig wichtig sind.

00:29:44: Wie gesagt also die Menschenbewegungen dieser Welt kriegt solche Sachen, die uns halt alle bewegen.

00:29:51: Ich glaube denen hilft ein environmental humanities Blick sich da tatsächlich so viele Sachen zusammenbringen.

00:30:00: Und wir wissen alle, die irgendetwas mit der Praxis zu tun haben sind dass sie die sogenannten Grand Challenges, mit denen wir konzentriert werden in dieser Welt, die sind nicht disziplinär ausgerichtet und für Leute keine Ausbildung oder auch den Wert vielleicht nicht zu sehen warum man jetzt durch die Perspektive verschiedener Disziplinen oder verstehen sollte, wie verschiedene Systeme zusammenhängen und was das überhaupt bedeutet.

00:30:32: Ich denke man kommt ohne diese breiteren Blickwinkel gar nicht mehr aus wenn man in die Praxis gehen möchte.

00:30:41: Absolut, ja.

00:30:42: Du sagst das richtig.

00:30:44: oder gerade in dieser Komplexität, in der wir heute leben mit all diesen großen Fragestellungen die für eine einzelne Disziplin definitiv nicht zu durchdringen sind?

00:30:55: Ich möchte noch dich fragen Christoph auch... Eine Seite vielleicht noch mal zurückblickend.

00:31:00: Was war so dein Learning jetzt, dass aus diesen Reisen zehn Jahre oder gut zehn Jahren Environmental Humanities das du mitnimmst?

00:31:10: und wo geht deine Reise?

00:31:12: oder dein neues Spielfeld vielleicht?

00:31:15: Deine neue Spielwiese auch weiter.

00:31:18: Wo willst Du Dich auch bewusst engagieren?

00:31:20: in welchem Feld in der Zukunft?

00:31:23: Vielleicht beginne ich mit der Frage, wo geht es weiter?

00:31:26: Du hast jetzt konkret auf die Arbeitsgruppe des SAKUV angesprochen.

00:31:30: Dass diese Arbeitsgruppen abgeschlossen ist heisst nicht dass diese Themen abgeschlossen sind innerhalb des SACUV.

00:31:37: Die SAGUF engagiert sich seit über fünfzig Jahren genau an dieser Schnittstelle der verschiedenen akademischen Welten, sozialer Geist des Naturwissenschaften und es wird neue Arbeitsgruppe geben.

00:31:48: Diese Arbeitsgruppen haben eben so etwas den Charakter von Flürkennung und Kampagnen.

00:31:53: Man macht das ein paar Jahre und dann so aus zum Selbefliegen kommen.

00:31:57: Und jetzt in unserem Fall gibt's z.B.

00:31:59: eine Webseite im Weihmännentlichen meines Lebens.

00:32:02: Switzerland, die weiterläuft.

00:32:05: Da laufen dann Sachen weiter und damit gibt es Kapazitäten bei der SAGUF für neue Themen aufzugreifen.

00:32:12: Das ist vielleicht dazu.

00:32:14: Zu den Learnings, wenn ich so jetzt auch ein bisschen zurückblicke über unser Gespräch?

00:32:18: Ich glaube etwas ganz Wichtiges ist Pramings!

00:32:22: Wir haben viel darüber gesprochen dass wir in einer Zeit sind wo man nachhaltig um ein Thema neu frame muss also neu definieren muss, was das Problem ist.

00:32:33: Und für mich hat gerade so die Auseinandersetzung mit Künstlern – ich habe zum Beispiel inraut der Arbeitsgruppe jetzt viel mit Juanita Schlepfer zusammengearbeitet und hat mir geholfen auf neue Strategien kennenzulernen um Framings, die bestehen zu hinterfragen und damit Kreativität auch für neue Problemverständnisse und Herangehensweisen zu öffnen.

00:32:56: Ich komme jetzt zur Siedlungsökologie.

00:32:59: Arbeit ist zu pflanzen, zu Bäumen und vielleicht kann ich da noch zwei Beispiele bringen.

00:33:04: Wir hatten so zwei Baumprojekte.

00:33:07: Beim ersten ging es um die Frage welche Rolle spielen gebietsfremde Baumarten in einer Stadt wie Zürich also Arten aus einem anderen Gebiet kommen als der Schweiz versus Heimische?

00:33:20: Das ist ja eine der ganz heißen Diskussionen im Naturschutz und auch in der Siedlungsakologie Und da haben wir Juanita und ich uns gesagt, ja vielleicht ist einfach auch das Framing ein bisschen zu einfach.

00:33:32: Wir haben dann Führungen in Zürich gemacht wo wir zu Bäumen aus verschiedenen Länder der Welt gegangen sind mit Künstlern und Künsteln mit und hatten dann jeweils bei diesem Baum einen Kunstbeitrag von jenem, der aus dem Ursprungsland von diesen Baum kam.

00:33:52: Internationale Stadt Zürich und dann auch die internationale Bäume.

00:33:56: Und internationale Mensch-Baumbeziehung, die in der Züriche ja ein Schweizer gelebt wird.

00:34:02: Eine Person hat zum Beispiel jetzt gemacht zu Platane.

00:34:06: Die heißt ja London Plain auf Englisch und sie kam aus London und hat sich ein bisschen weniger Heimwege gehabt weil diese Baumarbeit auch da war, die sich von zu Hause gekannt hat.

00:34:19: Ein zweites Projekt, das wir hatten war zu Rechte vom Bäumen.

00:34:22: Es wird ja viel über Naturrechte diskutiert und da hatten mit Studierenden einen Abend, wo man Bäume heiraten konnte, adoptieren von Bäumen adoptiert werden konnte oder Holiamore bzw.

00:34:36: Baumpilzgeblechten eingehen konnte.

00:34:39: Und hier ging es darum ein bisschen zu hinterfragen Was ist eigentlich unter Verständnis vom Besitz und wie könnte es auch anders sein?

00:34:47: Bei uns heißt der Besitz, wenn du am Morgen den Baum kaufst dann kannst du ihn am Nachmittag fällen ab einem Hundert Jahre alt testen.

00:34:55: In indigen Kulturen bedeutet ja Besitz dass du eine riesige Frantortun hast diese Tauspezierung und dann zu diesem Baum schauen musst.

00:35:03: Und wir haben uns dann gefragt Wenn du jetzt diesen Baum geheiratet hast Und es kommt jemanden, will den fehl'n.

00:35:09: Du bist verheiratet musst du dich jetzt an diesen Baum ketten.

00:35:12: oder was haste ich jetzt da für eine neue Verantwortung?

00:35:15: Das war so eine spielerische Art damit umzugehen.

00:35:18: wir hatten dann auch den Chefedaktor von Beobachter diesem juristischen Magazin der das dann auch sehr verspielt hat aber mit dem Recht der Schweiz nochmal gespiegelt hat.

00:35:29: und so kam dann plötzlich recht und Kunst und etwas sehr Emotionales Persönliches und Ökologie, Siedlungsökologie zusammen.

00:35:37: Also so Reframing ist etwas das glaube ich sehr wichtig wird und dass sich auch weitertragen werde gerade auch Naturschutz in der Siedlung und Öko-Logie und Kunst kann da eben sehr helfen.

00:35:51: Ja, vielen Dank für dieses auch anschauliche Beispiel.

00:35:55: Ich glaube das ist ein sehr inspirierendes Schlussvortum oder ein Schlussbeispiel und ich danke euch herzlich für das Gespräch und eure Einsichten in das spannende Feld der Environmental Humanities.

00:36:08: Vielen Dank euch beiden!

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